bis einer weint.
Musik
Sahara Surfers … Surfen durch die Wüste! Aber bitte nur mit Wachs!
Sep 5th
Ich muss ehrlich gestehen … ich hatte eigentlich vor eine andere Band vorzustellen, ich bin zufällig auf Sahara Surfers gestoßen und hab mich sofort dafür entschieden. Leider habe ich deswegen auch (noch) keine CD, bzw EP hier liegen die ich Fotografieren könnte, also müssen es meine Kaffeetasse + diverse Utensilien tun.
Mir bleibt nur übrig mir die Tracks auf MySpace anzuhören … Das reicht eigentlich auch schon um einen Eindruck von den Sahara Surfern zu bekommen … Meiner ist jedenfalls: Grandios! Soetwas habe ich schon lange nichtmehr gehört … aber fangen wir von vorn an!
Wer sind die Sahara Surfers? Ganz einfach … Julia (Vocals), Hans-Peter (Bässe), Andres (Klampfe) & der Michael am Schlachtwerk. Erstmal einordnen die Jungs & Mädels … spontan fällt mir ein: Colour Haze, etwas von den Queens Of The Stone Age und eine prise Kyuss & Brant Bjork. Das ganze nennt sich dann “Sahara Surfers” mit dem Album “Spacetrip On A Paper Plane”, ich find den Titel ja schon richtig gut … aber genug gelabert, auf zur Musik.
Also … auf zu MySpace (Link gibts dann am Ende)
MySpace Seite leider nicht spektakulär, ich fang schon wieder an… Gut Play gedrückt!
Starten werden wir mit Colour Jam … Verdammt bin ich auf der Colour Haze Seite? Klingt verdammt nach Colour Haze und das heißt was! Ich versuche mein komplettes Musikerleben bisher wie die zu klingen und es klappt nicht. Harmoniert und schickt einen fast in Trance. Julia fängt an zu singen und ich denke erstmal dass das irgendwie nicht passt. Aber nach mehrmaligem hören ist das perfekt. Die klaren Vocals über die richtig schön zerrende Gitarre, das absolut vernichtende Schlagzeug und der schön klare Bass, das erzeugt Spannung … Will die gute Frau nicht bei mir in der Band singen? im Duett mit Daniel? Das wär mal was … genug fantasiert … Kabuff … Refrain? WO IS DER MOSHPIT? Verdammt … bin ja daheim. Irgendwann gefällt mir die Bassline kurz nichtmehr aber nur 10 Sekunden bis es sich steigert und wieder in den “Hirnfick” Refrain übergeht. Dieser Gitarrenton … Ich schreib dem Herrn mal ne Email und das mit ner Ibanez.
Ich weiß nicht so recht was ich noch zu dem Song sagen soll … er schießt mich in den Himmel zu den abertausenden Jungfrauen und danach direkt wieder in meinen Schreibtischstuhl. So muss das sein!
So … Sister Shade … anfang find ich nich so berauschend. Weiß selber nicht warum, Geschmack eben. Dann erhebt Julia Ihre Stimme. Na hallo! “Came to realize” ich realisiere ja schon … Geiler Refrain. Ich ertappe mich dabei das mein halber Körper in Bewegung ist wenn der Refrain kommt… Und da isser wieder … Heftigst. So ruhiger Teil. Hach schöner Bass, wunderbar knackig. Mir fällt auf das ich gerne die Lyrics dazu Lesen würde … Oh Gott?! Irgendwas hat hier gerade Geschrien… wurst, war wohl draußen. Schon ist der Song rum, 5 Minuten … verdammt geht die Zeit rum bei den Menschen hier.
Oh neuer Song. “Age”. Das is doch mal n Anfang, nicht sogut wie bei Colour Jam, aber trotzdem auch genau mein Fall. Julias Gesang zieht mich irgendwie mit. Ich fühle mich als würde ich schmelzen (klingt sau strange … ich weiß) das schafft sonst nur Colour Haze, Tool oder Yawning Man bei mir. ZACK! Der Refrain läuft ein. BÄM BÄBÄM (Pause) BÄM! Wunderbar ein Ohrenschmaus. Da wirds auch schon wieder stiller, immernoch Julia’s “Iiiiiiiiii” im Kopf und da kommt schon der nächste Hook … “Fading Away … Fading Away … Fading Away … Give Ground … Give Ground” ich hoffe ich versteh das richtig und da ist es wieder … das “Iiiiiii” uhhh ist das wunderbar…
Oha … Hab ich iTunes gestartet und es läuft jetzt Kyuss? Nein! “Propeller” fliegt mir um die Ohren, wahrlich wie ein Propeller von ner ME im WWII. Zack Zack Tempo! Mein Bein hört nichtmehr auf zu Wackeln. Break! Kurz Gesang. Verschnaufen! Da gehts schon wieder los. Tempooooo! Wieder Break. Schöne Wah-Wah Gitarre die sich steigert dazu die wunderbare Schlagzeug und Bass steigerung. Huch? ‘N richtig cooler Oldschool Stonerrock Teil, was schön tragendes. Was? Schon wieder Break? Wurst die Julia zieht einen einfach in Ihren Bann mit dem Gesang, dazu die sich, mal wieder, steigernde Gitarren und Bässe. Finale! “Baby… It’s a shame!”
Das wars auch leider mit der MySpace Trackliste… Ich bin ziemlich überfahren von den Sahara Surfers, ich hab sie nämlich wirklich erst vor einer Stunde entdeckt und bin hellauf begeistert. Irgendwie hab ich langsam das Gefühl das wirklich richtig gute Musik auch bei uns in Deutschland/Österreich entstehen kann. Ich bin ja etwas stolz darauf ganz ehrlich. Leider bekommen die Musiker solcher Musik nie die anerkennung die sie bekommen sollten, lieber wird ein vorgefertigtes Lied im Studio zusammengeschnitten damit ein Star der NICHTMAL die Lyrics geschrieben hat drüber singt… ich schweife ab…
Ihr Safari Surfers
OHRGASMUS!
Myspace
Kasettenrekorder fürs Handy.
Aug 10th
Es ist so eine Sache mit der Inspiration, mit der zündenden Idee oder der Muse: Es ist eine flüchtige Sache und wenn der Moment dann mal da ist, gilt es schnell zu sein. Die Devise lautet dann so viel wie möglich davon festhalten. Ein Texter hats da einfach, der nimmt seinen Block, eine Serviette oder einen Bierdeckel und ritzt zur Not den Text ein. Als Musiker mit der genialen Idee wirds da schwieriger, außer man ist so ein Ausnahmetalent und schreibt auf gleiche Weise geschwind die Noten auf.
Alle anderen benutzten und benutzen dafür sehr gerne den guten alten Kasettenrekorder mit eingebautem Mikrofon. Ein Knopfdruck und man ist mitten in der Aufnahme. Umständlich wirds nur, wenn man diesen “Soundskizzenblock” etwas archivieren möchte. Also muss was digitales her, man will ja mit der Zeit gehen.

Und so stieß ich auf TapeMachine für Android, welches sogar auf meinem altehrwürdigen G1 läuft. Also schnell die freie Version ausm Marktplatz geladen und drauflosgespielt. Fabelhaft! Die kostenlose Version ist auf eine Minute Aufnahmezeit beschränkt und kann nicht in das freie Format “.ogg” konvertieren. Ich war sofort überzeugt und hab mir die Vollversion für 3,99€ gekauft und dazu war nicht mal eine Kreditkarte nötig (wie sonst üblich), sondern ein Paypal Konto war ausreichend.
Das Programm tut genau dass was ich möchte: Es zeichnet in .wav auf (optional auch in .flac oder .aiff, in der Vollversion auch Konvertierung zu .ogg, wie gesagt). Und zwar flüssig und ohne umständliches Menürumgefummele. Es genügt das Icon anzutippen, dann noch kurz auf Record und ab gehts. Just like the good ol’ Kasettenrekorder. Das Programm ist schnell geladen und nimmt ruckelfrei und in überraschend guter Qualität jede musikalische Idee bereitwillig auf. Richtig genial ist der eingebaute Mic Gain, der in der Einstellung “auto” wunderbar funktioniert und das Mikrofon passend verstärkt. Einfach Klasse. Die Soundfiles werden auf der SD-Karte abgelegt und können so problemlos auf den PC übertragen werden. Was will man mehr?
Da ich mein Handy sowieso immer und überall dabei habe, stellt das für mich die ideale Lösung dar um neue Akkordfolgen, Riffs und Melodien unterwegs oder einfach auf dem Fernsehsessel aufzunehmen ohne zuerst den PC anmachen zu müssen. Ich empfehle es jedem Musiker mit Androidsmartphone, der auch das Bedürfnis hat einfach und schnell seine Ideen aufzunehmen. Sehr empfehlenswert!
The Wolves. I like it fast and dirty!
Aug 9th
They like it fast and dirty. Besser kann man die drei jungs aus Darmstadt nicht beschreiben. “The Wolves” das Trio rund um Daniel (Vocals & Gitarre), Benni (Bass & Backing Vocals) und Basti (Drums) haben dieses Jahr mit “Turn Up The Volume” ihr zweites Album veröffentlicht.
Los gehts, Play gedrückt und schon heulen die Wölfe auf. Danach geht es direkt mit “Bastards” los: Hallo Doublebassgewitter, ein doch recht “düsterer” Song der mit Metal-Riffs verziert daher kommt aber niemals nach klassischem Metal klingt. Nicht umsonst nennen “The Wolves” ihre Musik heavy-punk-rock’n'roll. Weiter gehts mit “Evil”, mit 1:55 der zweitkürzeste “Schlag-ins-Gesicht” Track der Platte. Genau das tut er auch.
Pause ? Nein danke. Seichter ? Vielleicht. Einer meiner persöhnlichen Lieblingssongs “I Don’t Wanna…”. Eine Hookline die ihresgleichen sucht und ein Refrain der zum mitgröhlen nur so einläd. “I know what you want, but I don’t wanna fuck with you tonight!” Halleluja! Wen Daniel damit wohl gemeint hat, EGAL. Der Song reißt von Anfang bis zum Ende einfach mit. Das geniale Solo wo einem die Pinch-Harmonics nur so um die Ohren fliegen um direkt wieder in einer gemuteten Gitarre zu enden. Jungs… Grandios.
Da ist der Song gerade fertig und man hat immernoch “I don’t wanna fuck with you tonight!” im Kopf da brettert schon das nächste Brett durch die Membranen: “Inström” ich frage mich woher der Name kommt. Man überlegt kurz über den Ursprung und ZACK da kommen die nächsten “Nice Thrice” & “Lipstick Lesbian” beide bodenständige typische Wolves Songs. Fast and Dirty. Welch Überleitung!
Kurz durchatmen und mit spannung “Fast & Dirty” hören, fettes Intro. Fetter Bass. Fette Drums. Der Riff kommt, das bein fängt an zu wackeln. Abdafür! Knaller der Song, der für mich beste Song der Platte. Das sind “The Wolves” wie ich Sie kenne, ja ich kenne die drei persöhnlich. Der Track ist ideal im Auto um auf der A3 zu heizen (und das sogar als Beifahrer!). Wenn Daniel “I like it fast dirty” singt kann ich mir kein Grinsen verkneifen. Kraftpaket. Ich kann es immer wiederholen … In die Fresse rein! Und das ist nur positiv gemeint! I LIKE IT FAST AND DIRTY!
“Shake It” & “Erase the World” folgen von denen beide leider nach “Fast & Dirty” bei mir untergehen. Nichtsdestotrotz ist insbesondere “Erase the World” ein kleines Schmuckstück. “Lemmy” (Motörhead) lässt grüßen. Wie eigentlich alle Songs der Platte, sehr geil!
Weiter gehts! Huch? Was ruhiges … okay kurz Zeit zum Nachdenken was man eigentlich gerade gehört hat. Wie die Jungs die Songs nageln und vorallem: Wie würde ich dieses Genre bezeichnen? Speedrock fällt mir als erstes in den Kopf, gibts das offiziell eigentlich? Egal, für mich ist es tighter Speedrock ganz nach Peter Pan Speedrock Manier. Der 10. Track der Platte “You Want It. You got it” startet. Wolves! Geiler Refrain, wieder was zum mitsingen. Der erste Song in dem man Benni richtig Singen hört. Frei nach dem Motto: “Wow der Kerl klingt richtig gut!”
Wir nähern uns dem Finale mit “Stay Rock” & “Prey To The Devil”. Bei “Stay Rock” denk ich immer an das erste Album, klingt als hätte es sich das falsche Album ausgesucht. Wurscht. Rockt. Fertig.
Mit “Prey To The Devil” beschreiben die Wolves was ganz anderes. Ich hab absolut keine Ahnung wie ich diesen Song einordnen soll. Die druckvolle Gitarre lässt mich FAST schon an Stonerrock denken, aber irgendwie passt das auch wieder nicht. Glam-Rock? Nein. Ich war beim ersten Hören des Songs wirklich überfordert wie das auf die Platte passt. Ich weiß immernoch nicht genau was es sein soll. Es passt aber auf die Platte, so als Abschluss. So hat die Platte richtige Dynamik meiner Meinung nach. Der Song reißt mit, wenn auch in ungewohnter Geschwindigkeit. In gewohnt guter Qualität der Platte. Es bremst das vorherige Tempo so ab das “Run With The Wolves” ein wirklich krönender Abschluss ist.
“Wolves are Nasty!”
Fazit: “Turn Up The Volume” ist durch und durch einfach “The Wolves”. Ich höre das Album und habe Lust auf ne Kippe & ‘n gutes kühles Pfungscht. Das beschreibt eigentich alles. Es ist Musik die obwohl sie “Fast & Dirty” ist einfach Spaß macht, antreibt und einfach ROCKT. Live sind Sie noch besser, die Bühnenperformance ist jenseits von gut und böse. Geht auf ein Konzert, trinkt Bier mit den Jungs, kauft ne CD und lasst sie euch signieren! Ihr werdet es nicht bereuen.
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